Streit um Ausländerstopp an der Essener Tafel

Die Entscheidung einen vorläufigen Aufnahmestopp für Ausländer zu verhängen, war eine sehr unglückliche Entscheidung des Vorsitzenden der Tafel Essen Jörg Sator. Er hat damit eine bundesweite Debatte ausgelöst. Der Hintergrund dieser Entscheidung, war den Ansturm auf die Tafel zu beherrschen und besser zu organisieren.
Letztendlich wurden aber Bedürftige gegen Ausländer und Asylbewerber ausgespielt.
Es gibt Alternativen die in anderen Städten sehr erfolgreich umgesetzt werden:

  • Es werden Nummern für die Ausgabe von Lebensmittel ausgegeben, dadurch kann die Verteilung über den ganzen Tag organisiert werden.
  • In vielen Städten und Gemeinden, werden die Flüchtlinge mit eingezogen und helfen ehrenamtlich bei den Tafeln.

Den Essener Weg können wir so nicht nachvollziehen”, sagte der Vorsitzende des Dachverbands der Tafeln, Jochen Brühl, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. “Für Tafeln zählt die Bedürftigkeit, nicht die Herkunft”.  Die Entscheidung in Essen ist in Deutschland einzigartig.
Auch Tafeln anderer Bundesländer halten das Vorgehen für falsch.

 

So rechtfertigen die Essener Ihre Entscheidung

Der Vorsitzende der Essener Tafel, Jörg Sartor, sagte der Schritt sei im Tafel-Vorstand lange diskutiert worden.

  • “Wir wollten erreichen, dass der Weg in die Tafel für alle wieder offen ist”, sagte er. Der Aufnahmestopp sei nur eine vorübergehende Maßnahme, “wahrscheinlich nicht über den Sommer hinaus”.
  • “Spiegel Online” zitierte Sartor mit der Aussage, unter den syrischen und russlanddeutschen Kunden gebe es “ein Nehmer-Gen mit einer fehlenden Anstellmentalität”.

Diese Wortwahl ist mehr als unglücklich, wenn nicht sogar diskriminierend.

Die Bundeskanzler hat sich ebenfalls eingeschaltet

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält nichts von der Entscheidung der Essener Tafel, bis auf weiteres nur noch Deutsche neu  aufzunehmen. „Da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen. Das ist nicht gut“, sagte Merkel am Montag in einem RTL-Interview. Aber die Entscheidung der Ehrenamtlichen in Essen zeige auch „den Druck, den es gibt“, und wie viele Bedürftige auf Lebensmittelspenden angewiesen seien.
Das Grundproblem sind nicht die Bedürftigen oder die Flüchtlingspolitik sondern die große Zahl der Bedürftigen.

  • Wieso sind in einem reichen Land wie Deutschland, so viele Menschen auf die Lebensmittel der Tafeln angewiesen?
  • Warum wird das nicht durch unser Sozialsystem aufgefangen?

Gründe gibt es viele, mangelhafte Grundversorgung, Niedriglohnsektor, explodierende Mieten in den Ballungsgebieten und die Verteilung der Flüchtlinge. Hier muss die Politik Ihre Hausaufgaben machen und diese Aufgaben nicht Ehrenamtlichen überlassen!

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