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Der Bürgerbrief 66 der Freien Liste Biblis – Satire über ein politisches Dauerfeuerwerk

Der aktuelle Bürgerbrief der Freien Liste Biblis (FLB) wirkt wie eine Mischung aus Lokalpolitik, Kabarett und Endzeitprophezeiung – nur ohne Pointe, dafür mit reichlich Pathos. Wer ihn liest, bekommt das Gefühl, Biblis stünde kurz vor dem politischen Armageddon, ausgelöst durch SPD, CDU und wahlweise jeden, der nicht FLB heißt. Zeit für eine satirische Betrachtung dieses kommunalpolitischen „Kultobjekts“ welches häufig umgehend im Altpapier landet.

Dramaturgie: Wenn Kommunalpolitik plötzlich Netflix wird

Der Bürgerbrief inszeniert die Gemeindevertretung gern als epische Bühne, die Rollenverteilung ist klar:

Man könnte meinen, es handle sich um eine Fantasy-Serie. Nur dass in Biblis statt Drachen eher Haushaltszahlen feuerspucken.

KI generiertes Bild

Rhetorik: Wo Fakten enden und Feuerwerk beginnt

Der Bürgerbrief arbeitet mit einer beeindruckenden Mischung aus Empörung, Andeutung und rhetorischer Pyrotechnik. Typische Stilmittel:

Manchmal wirkt es, als würde die FLB morgens aufstehen, in den Spiegel schauen und sagen:
„Heute retten wir Biblis – schon wieder!“
Nein, wir wollen nicht mehr!

Inhalt: Kritik mit Luftpolsterfolie

Natürlich darf Kritik sein. Muss sogar. Aber im Bürgerbrief wirkt sie oft wie ein Paket, das man auspackt und feststellt: Viel Luftpolsterfolie, wenig Inhalt.

Es ist ein bisschen wie ein politischer Adventskalender: Jeden Monat ein Türchen Empörung – aber nie weiß man genau, was drin ist.

Wirkung: Scharf geschliffen, aber stumpf im Ergebnis

Der Bürgerbrief will aufrütteln, aufklären, aufdecken.
Was er oft erreicht:

Die politische Kultur in Biblis wirkt nach jeder Bürgerbriefausgabe ein kleines bisschen mehr wie ein Familienfest, bei dem jemand den Kartoffelsalat vergiftet hat und alle so tun, als wäre es normal.

Fazit: Ein Bürgerbrief wie ein Espresso – stark, bitter, aber er schmeckt niemanden

Der Bürgerbrief ist ein fester Bestandteil der Bibliser Politfolklore.
Er ist laut, er ist direkt, er ist unverwechselbar.
Aber er ist auch ein Beispiel dafür, wie politische Kommunikation aussehen kann, wenn man lieber Schlagzeilen produziert als Lösungen.

Zumindest hat er Unterhaltungswert – und das ist in der Kommunalpolitik ja auch etwas.

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